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Dirk Netzer koordiniert sportmed. Betreuung der Karate-WM

06. Nov. 2014 | 09:26
SporThep

Es ist eines der größten sportlichen Ereignisse des Jahres in Bremen: Die 22. Karate-Weltmeisterschaft im AWD Dome in Bremen bietet noch bis Sonntag, den 9. November 2014, insgesamt 1200 Sportlern aus über 140 Nationen einen optimalen Rahmen für Kämpfe auf höchstem internationalen Niveau. Eine der verantwortlichsten Aufgaben trägt dabei ein Bremer Sportmediziner: Dirk Netzer, in seiner Freizeit selbst aktiver Kampfsportler, ist leitender Arzt im RehaZentrum Bremen und momentan in seiner Rolle als verantwortlicher Turnierarzt der Karate-WM Ansprechpartner für alle Mannschaftsärzte, Trainer, Karateka und Team-Betreuer während des gesamten Turnierverlaufs. Dabei koordiniert er nicht nur die Einsätze aller Mattenärzte, Sanitäter und Physiotherapeuten, sondern ist dabei auch die Schnittstelle zu der krankenhäuslichen Versorgung im Klinikum Mitte, wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommen sollte.

„Wir sind stolz darauf, dass einer unserer Kollegen aus dem Kompetenzteam des RehaZentrum Bremen bei einem so wichtigen internationalen Turnier im Einsatz ist“, sagt Dr. Götz Dimanski, ärztlicher Geschäftsführer des RehaZentrum Bremen. „Vor allem zeigt diese Karate-WM ein großes Maß an kulturell und menschlich übergreifender Akzeptanz“, so der Sportmediziner und ehemalige Mannschaftsarzt des SV Werder Bremen. Bei der Karate-WM in Bremen treten sowohl Menschen mit und ohne Behinderung gegeneinander an – „Und das mit einer Akzeptanz der Andersartigkeit ihrer Kulturen, wie ich es selten zuvor erlebt habe“, so Dimanski.
Dirk Netzer ist für die Zeit der Wettkämpfe und darüber hinaus auch für die Zeit der vorangegangenen Kampfrichterlehrgänge von seinem Dienst freigestellt, um seine Dienste dem Organisationskomitee zur Verfügung zu stellen. Neben dem Sportmediziner Dirk Netzer engagiert sich auch der Physiotherapeut Sören Barkey, und dies völlig ehrenamtlich, bei der WM.

 

Wir haben mit Dirk Netzer über sein Engagement gesprochen.

Herr Netzer, wie ist es dazu gekommen, dass sie die Aufgabe des sportmedizinischen Leiters der Karate-WM übertragen bekommen haben?
Da ich selbst mit Karate aktiv Kampfsport betreibe, liegt die Begeisterung für den Kampfsport nahe. Als mich dann das Organisationskomitee um Horst Kareit und Reiner Zimbalski Anfang des Jahres ansprach, musste ich nicht lange überlegen und war sehr dankbar, dass die Verantwortlichen im RehaZentrum Bremen ein solches Engagement unterstützen.

Haben Sie Erfahrungen in dem Bereich?
Für mich ist die sportärztliche Betreuung auf nationalem und internationalem Wettkampfniveau nicht neu. So war ich in meiner Karriere nicht nur Kreissportarzt im Box-Kreissportbund Bremerhaven, sondern auch Mannschaftsarzt des Eishockey-Bundesligisten REV Bremerhaven und der U 23-Nachwuchsfußballer des SV Werder Bremen. Bereits seit über zehn Jahren habe ich die Funktion des Landesverbandsarztes des Bremer Amateur-Boxsportverbandes inne. Und auch auf internationaler Ebene kenne ich die Abläufe bei Turnieren. Mit dem deutschen Box-Team war ich als Mannschaftsarzt bei der Box-Europameisterschaft der Junioren in Irland. Eine Erfahrung, die ich heute bei der medizinischen Organisation der Karate-WM gut nutzen kann.

Was genau sind Ihre Aufgaben während der Turniertage?
Ich habe ein Team von rund 20 qualifizierten ehrenamtlichen Helfern, die ich während der Turniertage im Zweischichtdienst sinnvoll und organisiert an den Matten und in den Behandlungszimmern einsetzen muss. Darunter sind Ärzte, Medizinstudenten, Pfleger, Rettungssanitäter Physiotherapeuten und ein Zahnarzt. Ich selbst werde nur im Ernstfall einschreiten, wenn es darum geht, eventuell externe Hilfe anzufordern. Die Kommunikation mit dem Klinikum Mitte läuft ebenfalls über mich. Da unterstütze ich die Mannschaftsärzte der Teams. Allerdings gehe ich bei einem Turnier auf diesem Niveau nicht unbedingt davon aus, dass es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen wird. Das sind austrainierte Sportler, die wissen, was sie tun.
Ach so... auch die Beschaffung und Bereitstellung der entsprechenden Medikamente, Verbandsmaterial und die Ausstattung eines entsprechenden sportmedizinischen Notfallkoffers unterlag ebenfalls meiner Verantwortung.

Die Karate-WM in Bremen hält im medizinischen Bereich einen neuen Service für die Teams bereit. Wie sieht das konkret aus?
Ja, das stimmt. Es gibt immer wieder kleinere Nationen, die es sich nicht leisten können, mit einem Mannschaftsarzt und/oder einem Physiotherapeuten-Team zu den großen Turnieren zu reisen. An dieser Stelle bieten die Veranstalter der Karate-WM in Bremen den Teams die entsprechenden Leistungen im Bedarfsfall an. Soweit ich weiß, ist das einmalig und in dieser Form so noch nie da gewesen.

Worauf freuen Sie sich am meisten bei dieser WM?
Erstmal hoffe ich natürlich, dass wir das Turnier ohne schwerwiegende, bleibende Verletzungen einzelner Athleten beenden werden und alle gesund nach Hause fahren können. Dafür werde ich alles tun. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch für mich ein Erlebnis, für die weltbesten Karateka über meine fachlichen Kompetenzen einen Beitrag zu einem erfolgreichen Turnier leisten zu können. Und wenn ich dann mal die Zeit finden sollte, einen Blick auf einen Kampf zu werfen, dann werde ich das mit Sicherheit in vollen Zügen genießen. Als Arzt an der Matte hat man schließlich einen der besten Plätze... (er lacht)

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Netzer.

Hier gibt es ein exklusives Interview des Weser Kurier mit Dirk Netzer.

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