Tischler Michael Bockholt findet im RehaZentrum Bremen neue Perspektiven für die Zukunft

„Die letzten Monate waren die schlimmsten in meinem Leben“, sagt Michael Bockholt. Er hat gerade nach einem schweren Bandscheibenvorfall den letzten Tag seiner dreiwöchigen Reha im RehaZentrum Bremen hinter sich. „Doch jetzt weiß ich, dass es weiter geht und ich eine Chance habe, auch wenn ich nie wieder wie früher in meinem gelernten Beruf arbeiten werde – ein Dank an die großartige Unterstützung der Sozialberatung im RehaZentrum Bremen.“

Seinen Job hat Michael Bockholt sein Leben lang immer an erste Stelle gestellt. Die Identifikation mit seiner Aufgabe war groß: Ein kleines Unternehmen, wenige Mitarbeiter und Bockholt hat sich verantwortlich gefühlt. „Für mich war es selbstverständlich, dass ich schwere Fenster und Baumaterialien alleine getragen habe – das kannte ich nicht anders in insgesamt 23 Berufsjahren.“ Heute weiß er, dass diese Art zu arbeiten wohl ursächlich für seinen Bandscheibenvorfall war. „Als dann kurz vor Weihnachten meine Arme taub wurden, musste mein Arzt mich regelrecht überreden, nun doch mal zu Hause zu bleiben“, erinnert sich der begeisterte Fußballer. Seine Reaktion: „Aber es sind doch nur zwei Wochen, dann habe ich eh frei.“

Dann ging nichts mehr. „Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, als es hieß, dass ich in dem Job, den ich gelernt habe und in dem ich Erfahrungen mitbringe, wohl niemals wieder in vollem Leistungsumfang arbeiten werde,“ erzählt Bockholt, dem kurz nach seiner Krankschreibung zudem auch noch die Kündigung ins Haus flatterte. „Erst die vielen Gespräche und Beratungstermine der Sozialberatung im RehaZentrum Bremen haben mir neue Möglichkeiten aufgezeigt und Hoffnung gemacht – auch wenn ich möglicherweise ganz bei Null wieder anfangen muss.“

Michael Bockholt hat gelernt seine eigene Gesundheit mehr in den Vordergrund zu rücken – dem Lebensgefühl zuliebe. „Vor allem werde ich einige Dinge im Alltag, wie in der Küche, im Garten oder beim Getränkekisten tragen, rückenfreundlicher gestalten“, so der Handwerker, der auch möglichst bald wieder auf dem Fußballplatz stehen möchte. Und vor allem im Berufsleben hat er sich fest vorgenommen bewusster mit sich und seiner Gesundheit umzugehen. Um berufliche Perspektiven auszuloten hat Bockholt zudem einen über die Sozialberatung des RehaZentrum Bremen organisierten beruflichen Orientierungstest (BOR-Maßnahme) absolviert. Dabei werden an zwei Seminartagen intensiv Eignung und Neigung erforscht , um Perspektiven für die Zukunft zu benennen. „Das hat mir sehr geholfen: Auch wenn ich vielleicht gesundheitlich eingeschränkt bin, weiß ich nun, dass ich Handwerker bin durch und durch“, zieht der Tischler Bilanz. „Ich werde alles dafür tun, einen Job zu finden, in dem ich meine Erfahrungen einbringen kann, ohne meine Gesundheit ganz außer Acht lassen zu müssen. So muss ich nicht ganz bei Null anfangen. Und ich weiß jetzt, dass das nicht unmöglich ist.“

Michael Bockholt ist 39 Jahre und Familienvater mit einer 10-jährigen Tochter. Als gelernter Bau- und Möbel-Tischler hat der Gröpelinger seit 16 Jahren für ein  Bauunternehmen im Bereich Fenstermontage, Hausabsicherung und Innensanierung gearbeitet. Krank war er fast nie. Ende 2010 hat er dafür die Rechnung bekommen: Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule veränderte von einem Tag auf den nächsten sein Leben. Mit Hilfe einer ambulanten Reha-Maßnahmen im RehaZentrum Bremen hat der 39-Järhige wieder eine Perspektive für sein Leben gefunden.

Chefarzt Orthopädie
dr. med. (MU Budapest) Tobias Steinmann
FA für Orthopädie und Unfallchirugie
Spezielle Unfallchirugie
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