„Nach einer Erholungsphase gibt mir mein vertrautes, familiäres Umfeld Kraft für die Reha“

Wolfgang Fischer ist sehr zufrieden. Nur drei Wochen nach seiner Herz-Operation ist er wieder fit für den Alltag. Und er ist begeistert – von der Hybrid-Reha im RehaZentrum Bremen: „Endlich eine Rehamaßnahme, die voll auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist“, sagt der 67-Jährige. Einer Woche stationärem Reha-Aufenthalt im Fachklinikum für Kardiologie Bad-Fallingbostel folgten zwei Wochen ambulante Reha im RehaZentrum in Bremen.

„Diese Mischform der Reha im RehaZentrum Bremen war genau das Richtige für mich“, sagt der Herzpatient, dem drei Bypässe im Herz ausgetauscht worden waren. Er beschreibt warum: „Die eine Woche stationäre Reha war wichtig zum Erholen – schließlich ist eine Herz-OP auch körperlich anstrengend. Bei einer stationären Reha hat man die Sicherheit, dass auch der Pflegeaspekt einer stationären Einrichtung nicht zu kurz kommt. Das war gut. Pause machen, Abschalten, Ausruhen, Kraft tanken. Das hat gereicht. Ich war froh, wieder nach Hause zu kommen. Mit der Familie, Freunden, dem Hund und der vertrauten Umgebung im Rücken ist die Motivation für die Rehamaßnahmen bei mir einfach größer“, beschreibt Fischer. Er weiß wovon er spricht. „Und wenn man sich dann noch in der ambulanten Reha-Einrichtung so gut aufgehoben und umsorgt fühlt, wie im RehaZentrum Bremen, dann hat man wirklich den Kopf frei, um sich ganz um sich selbst zu kümmern.“

Der agile und noch immer beruflich engagierte Rentner war bereits 1997 in einer Rehamaßnahme: Sechs Wochen stationäre Reha. „Wahrscheinlich ist das typabhängig – aber für mich war das nichts.“ Tagsüber sei man ja immer beschäftigt gewesen. Aber abends auf dem Zimmer oder beim Spazierengehen, allein mit seinen Gedanken ohne die Gespräche mit der Ehefrau; das bedeutete Stress für Fischer. „Ich bin überzeugt, dass es für eine erfolgreiche Reha aber wichtig ist, dass man sich wohl fühlt in der Reha-Einrichtung und in seinem Umfeld – und für mich ist das Vertraute, die Familie und Freunde eben der Raum, der mir Kraft gibt“, sagt der 67-Jährige. Gerade die Flexibilität der Möglichkeiten am RehaZentrum lobt Fischer: „Das hybride Reha-Angebot im RehaZentrum Bremen geht gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Rehapatienten ein.“

Als Fischer von dieser kombinierten Möglichkeit im Wartezimmer seines Kardiologen erfuhr reagierte er sofort. „Ich fand die Idee von ambulanter Reha und einer stationären Übergangswoche großartig“, so Fischer. Vor allem auch an seine Frau hat er dabei gedacht. „So muss sie nicht mehrmals wöchentlich nach Fallingbostel fahren und das über mehrere Wochen hinweg“, sagt der Rentner. Das spare nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Spritkosten. „Ich würde mich immer wieder so entscheiden.“

Der Trend in Deutschland: „ambulant vor stationär“
Der Trend ist deutlich. Immer mehr Patienten wünschen sich eine ambulante Reha-Maßnahme. Und auch die Krankenkassen und Rentenversicherer setzen immer öfter auf den Leitspruch: „ambulant vor stationär“. Doch nicht immer lässt es der Gesundheitszustand direkt nach der Akutmaßnahme auch wirklich zu. „Deshalb hat das RehaZentrum Bremen gemeinsam mit verschiedenen Kostenträgern das Angebot einer hybriden Mischform zwischen stationärer und ambulanter Rehabilitation ausgearbeitet“, sagt Dr. Anke Cordes, gesamtärztliche Leiterin des RehaZentrum Bremen. Je nach Belastbarkeit des Patienten können ein oder zwei Wochen der Rehabilitations-Maßnahme ambulant im RehaZentrum Bremen in Anspruch genommen werden. Ein höchstmögliches Maß an Nähe zur Familie und dem eigenen Zuhause ist so gegeben.

Cordes sieht bei vielen Patienten Handlungsbedarf in diesem Bereich: „Aus unterschiedlichen Gründen – doch immer öfter – ist es die Vorstellung, nach der Akutbehandlung über mehrere Wochen aus dem vertrauten Leben gerissen zu sein“, erklärt Dr. Cordes. „Mit der Reha-Mischform nach dem Hybridprinzip können wir flexibel auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten eingehen. Für die Zeit, in der der Patient noch ein höheres Maß an Pflege bedarf, können die stationären Möglichkeiten mit medizinisch-diagnostischem Schwerpunkt in Fallingbostel genutzt werden. Ist er dann körperlich soweit fit, dass er in seinem gewohnten Umfeld leben kann, übernehmen wir im RehaZentrum nahtlos die Weiterführung der Rehamaßnahmen.“ Gerade diese Flexibilität, Erfahrung und der Fokus auf die individuellen Wünsche des Rehapatienten sind es, die das RehaZentrum Bremen zum ambulanten Kompetenzzentrum im Nordwesten Deutschlands machen.

Wolfgang Fischer ist 67 Jahre, hat zwei Kinder, vier Enkel und war 41 Jahre im Vertrieb bei Kraft Foods in Bremen, 30 Jahre davon auf Managementebene. Nach einem Herzinfarkt im Jahr 1996 sind ihm drei Bypässe implantiert worden. Diese mussten nun ersetzt werden. Im Rahmen der AHB (Anschlussheilbehandlung) war er eine Woche stationär in der Reha in der Fachklinik für Kardiologie Bad Fallingbostel, zwei Wochen ambulant im RehaZentrum Bremen.

Leitender Arzt | Facharzt Kardiologie
Dr. Gerhard Willimsky
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
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